HIV-Infektion

Synonym

Human Immunodeficiency Virus (HIV) Infection, Acquired Immunodeficiency Syndrome (AIDS), erworbenes Immundefektsyndrom.

Definition

Die HIV-Infektion ist eine chronische Infektionskrankheit, die durch einen zunehmenden Immundefekt mit Abnahme der CD4-positiven T-Zellen und klinisch durch zunächst leichte, später schwere Symptome bzw. Infektionen gekennzeichnet ist.

Ätiologie und Pathogenese

Man unterscheidet die beiden HIV-Typen 1 und 2. In Europa herrscht Typ 1 vor. Das HIV gehört zu den Retroviren. Zielzellen der Infektion sind CD4-positive T-Zellen, die bei Virusvermehrung zerstört werden. Das retrovirale Genom wird in die humane DNA integriert (latente Infektion). Die HIV-Replikationsrate sinkt nach einer initial hohen replikativen Phase ab und steigt dann, wenn die körpereigene Immunabwehr gegen HIV zurückgeht, wieder an. Die verursacht eine schwere Immundefizienz mit charakteristischen Infektionen und Symptomen; bei fortgeschrittener Erkrankung manifestieren sich opportunistische Infektionen. Kinder werden vertikal von HIV-positiven Müttern infiziert. Die vertikale Übertragung erfolgt perinatal und über die Muttermilch.

Read on now

This content is part of the following licence packages:

Get your free test access now 

Choose your licence package for full free access during a 14-day test period.